Nageltrends 2023: Was Sie wissen müssen

Nageltrends verändern sich von Saison zu Saison und bieten jedes Jahr neue Möglichkeiten, deinen Look frisch zu gestalten. In diesem Artikel erfährst du, welche Designs, Farben und Formen aktuell gefragt sind, wie du sie zu Hause umsetzen kannst und was du bei der Pflege deiner Nägel beachten solltest.

Aktuelle Nageltrends im Überblick

Chromeffekte und Spiegelnägel

Chromeffekte gehören zu den anhaltend gefragten Nageltrends. Der Look entsteht durch spezielles Chrompulver, das nach dem Aushärten eines No-Wipe-Toplacks auf die Nageloberfläche gerieben wird. Das Ergebnis ist ein metallisch glänzender Spiegel-Finish, der je nach Lichteinfall unterschiedliche Reflexionen zeigt. Silber und Roségold sind dabei die gängigsten Varianten, aber auch Regenbogen-Chrome und blaue Spiegeleffekte sind verbreitet. Für das Auftragen zu Hause brauchst du eine Gellack-Grundlage, einen UV-Lampe und das entsprechende Chrompulver sowie einen Applikator-Pad. Der Effekt hält bei Gellack-Basis in der Regel zwei bis drei Wochen.

Aura Nails

Aura Nails setzen auf weiche, verschwommene Farbverläufe, die um die Nagelmitte oder rund um die Nagelspitze drapiert werden. Der Effekt erinnert an ein sanftes Leuchten von innen und wirkt durch die unscharfen Übergänge besonders träumerisch. Du erzielst ihn mit einem kleinen Makeup-Schwamm oder einem speziellen Gradient-Brush, indem du zwei bis drei aufeinander abgestimmte Farben ineinander verlaufend aufträgst. Pastelltöne in Lila, Himmelblau und Mintgrün funktionieren dabei besonders gut, aber auch kräftigere Kombinationen aus Orange und Pink sind ein gängiger Look. Aura Nails funktionieren sowohl als einfarbige Variante mit nur einer Farbe als auch in mehrfarbigen Übergängen.

French Manicure neu interpretiert

Die klassische French Manicure kehrt in überarbeiteten Varianten zurück. Farbige Tips in Lila, Mintgrün, Koralle oder Schwarz ersetzen das klassische Weiß. Sogenannte Reverse-French-Designs, bei denen die Farbe an der Nagelbasis statt an der Spitze aufgetragen wird, sind ebenfalls gefragt. Auch ultradünne Tips in Farbe oder Gold, die kaum breiter als eine Linie sind (sogenannte Micro-French), gelten derzeit als angesagter Twist auf den Klassiker. Die Grundform bleibt oval oder soft square, die Anpassung kommt durch Farbe und Platzierung des Tips.

Nagelfarben nach Saison

Erdtöne und Nude-Nuancen

Nude- und Erdtöne wie Terrakotta, Caramel, Schokolade und warmes Beige dominieren besonders in den Übergangsmonaten. Diese Farben wirken dezent, passen zu vielen Outfits und lassen sich gut mit goldenen Schmuckelementen oder Chrome-Effekten kombinieren. Für hellere Hauttypen eignen sich rosa Nudes, während dunklere Hauttöne mit tiefen Karamell- oder Cognacfarben besonders harmonieren. Nude-Lacke sind auch im Büroumfeld weit akzeptiert und eignen sich für Anlässe, bei denen auffällige Nageldesigns unpassend wären.

Moosgrün und gedeckte Grüntöne

Grüntöne in gedeckten Varianten wie Moosgrün, Olivgrün und dunklem Waldgrün sind dauerhaft im Trend und besonders im Herbst und Winter stark vertreten. Sie lassen sich gut mit goldfarbenen Ringen und Armreifen kombinieren und wirken in einem matten Finish besonders wirkungsvoll. Gedeckte Grüntöne passen sowohl zu einem casual Look als auch zu klassisch-eleganter Kleidung und sind damit vielseitig einsetzbar.

Weinrot und Burgundy

Dunkle Rot- und Burgundytöne sind über das ganze Jahr hinweg gefragt. Sie verleihen jedem Nageldesign eine klassische Note und harmonieren gut mit einer French Manicure in Weinrot als Tip. Auch als einfarbiger Lack wirken sie in einem glossy Finish edel, in einem matten Finish moderner und kantiger. Burgundy funktioniert auf kürzeren Nägeln ebenso gut wie auf langen Formen und gilt als einer der zeitlosesten Töne in der Nagelpflege.

Nagelformen im Vergleich

Soft Square

Die Soft-Square-Form, auch Squoval genannt, kombiniert eine gerade Nagelspitze mit leicht abgerundeten Kanten. Sie gilt als pflegeleicht, ist weniger bruchanfällig als ein reines Square und eignet sich für unterschiedliche Nagellängen. Für kurze bis mittellange natürliche Nägel ist Soft Square die Form, die am wenigsten Aufwand beim Feilen bedeutet und gleichzeitig gepflegt wirkt. Die Form harmoniert mit nahezu jedem Nageldesign, von einfarbig bis zu aufwendigen Mustern.

Almond und Coffin

Mandelförmige Nägel (Almond) laufen sanft zur Nagelspitze hin zu und enden in einem abgerundeten Punkt. Sie lassen die Finger optisch schlanker wirken und kommen bei Gellack- und Acrylnägeln gut zur Geltung. Coffin-Nails hingegen laufen trapezförmig zu und enden in einer geraden, abgeflachten Spitze. Dieser Look ist besonders in längeren Varianten beliebt und wirkt in Kombination mit Chromeffekten oder Nageldesigns markant. Beide Formen erfordern eine gewisse Nagellänge, entweder natürlich oder durch Verlängerung.

Oval für natürliche Nägel

Ovale Nägel sind die natürlichste und pflegeleichteste Form für kurze bis mittellange Nägel ohne Verlängerung. Sie lassen die Finger optisch verlängert wirken und erfordern beim Feilen nur minimalen Aufwand: Die Seitenränder werden leicht nach innen gefeilt, die Spitze bleibt abgerundet. Ovale Nägel harmonieren mit ruhigeren Designs wie einfarbigen Lacken, Nude-Tönen oder schlichten French-Varianten und sind damit ein dauerhaft angesagter Allrounder.

Nageldesign zu Hause umsetzen

Werkzeug und Materialien

Für ein gepflegtes Ergebnis zu Hause brauchst du das richtige Grundwerkzeug. Eine Nagelfeile mit 180er Körnung reicht für natürliche Nägel, für Gellack-Oberflächen eignet sich eine 100/150er Körnung. Eine Basisschicht schützt den natürlichen Nagel vor Verfärbungen durch Pigmente und verbessert die Haftung des Farblacks. Ein Decklack versiegelt das Design und verlängert die Haltbarkeit deutlich. Für Chromeffekte kommen zusätzlich ein No-Wipe-Geltoplack, eine UV-Lampe und ein Applikator-Schwamm dazu. Nagelöl sollte in keiner Routine fehlen, da es die Nagelhaut weich hält und das Nagelwachstum unterstützt.

Häufige Fehler beim Lackieren

Zu dicke Schichten sind einer der häufigsten Fehler beim Lackieren zu Hause. Lack, der zu dick aufgetragen wird, trocknet ungleichmäßig, verläuft und hält kürzer. Zwei bis drei dünne Schichten erzielen bessere und langlebigere Ergebnisse als eine dicke. Das Fehlen einer Basisschicht führt dazu, dass sich Farben in den Nagel einlagern und Verfärbungen entstehen, besonders bei stark pigmentierten Tönen wie Rot oder Dunkelblau. Zu wenig Trocknungszeit zwischen den Schichten erzeugt Abdrücke und Unebenheiten. Auch der Nagelrand sollte beim Auftragen einbezogen werden, da Lack, der an der Schmalseite fehlt, früher abblättert.

Nagelpflegeroutine für langlebige Ergebnisse

Eine regelmäßige Pflegeroutine verlängert die Haltbarkeit des Designs und hält die Nägel gesund. Nagelöl lässt sich morgens und abends in die Nagelhaut einmassieren und sorgt für Geschmeidigkeit. Handschuhe beim Putzen und Abwasch schützen sowohl die Nägel als auch den Lack vor aggressiven Reinigungsmitteln. Gönne deinen Nägeln zwischen intensiven Designs, insbesondere nach Gel- oder Acrylnägeln, eine Pause von mindestens zwei Wochen, um die Nagelstruktur zu stärken.

Nageldesign Stile im Vergleich

Look Schwierigkeit Haltbarkeit Studiokosten
Einfarbig (Normallack) Sehr leicht 5 bis 7 Tage ab 20 Euro
French Manicure Leicht 7 bis 10 Tage ab 30 Euro
Farbverlauf (Ombre) Mittel 7 bis 14 Tage ab 38 Euro
Chromeffekt (Gel) Mittel 14 bis 21 Tage ab 45 Euro
Nageldesign mit Muster Hoch 14 bis 21 Tage ab 55 Euro
Gel- oder Acrylverlängerung Nur Studio 3 bis 4 Wochen ab 60 Euro

Tipps für gesunde Nägel

  • Nagellackentferner ohne Aceton verwenden, besonders bei häufigem Lackwechsel
  • Nagelöl täglich in die Nagelhaut einmassieren, um Risse und Trockenheit zu vermeiden
  • Nägel mit einer Glasfeile in eine Richtung feilen, nicht hin und her sägen
  • Handschuhe beim Kontakt mit Reinigungsmitteln, Bleichmitteln oder starker Feuchtigkeit tragen
  • Nach Gel- oder Acrylnägeln dem natürlichen Nagel zwei bis vier Wochen Pause gönnen
  • Basisschicht nie weglassen, da sie den Nagel vor Verfärbungen schützt

Farben nach Anlass

  • Büro und Alltag: Nude-Töne, Nude-French, gedeckte Erdfarben
  • Abendanlass und Feier: Burgunderrot, Chromsilber, dunkles Grün oder Nachtblau
  • Hochzeit als Gast: Pastellrosa, Rosegold-Chrome, klassisches Weiß-French
  • Festival oder Party: Aura Nails in Neonfarben, Regenbogen-Chrome, abstrakte Muster
  • Strandulaub: Koralle, Mintgrün, Gelb oder leuchtende Neonfarben
  • Herbst und Winter: Dunkelrot, Olivgrün, Taupe, Braun und Schokoladentöne

Häufige Fragen zu Nageltrends

Welche Nagelfarbe ist gerade im Trend?

Aktuell sind Erdtöne wie Terrakotta und Caramel, gedeckte Grüntöne wie Olivgrün und Moosgrün sowie dunkle Rottöne und Burgundy gefragt. Im Bereich der Effekte dominieren Chromsilber, Roségold und Regenbogen-Chrome als metallische Varianten. Pastellige Aura-Nails mit weichen Farbübergängen sind ebenfalls verbreitet.

Was sind Aura Nails?

Aura Nails bezeichnen ein Nageldesign, bei dem Farbe mit einem Schwamm oder einem weichen Pinsel verschwommen auf die Nagelplatte aufgetragen wird, sodass ein wolkiger Farbschein entsteht. Typisch sind Pastelltöne in Lila, Mintgrün oder Rosé, die in der Mitte des Nagels konzentriert sind und zu den Rändern hin auslaufen. Der Look ist zu Hause mit normalen Lacken und einem Makeup-Schwamm reproduzierbar.

Wie lange hält Gellack im Vergleich zu normalem Lack?

Normaler Nagellack hält je nach Beanspruchung etwa fünf bis zehn Tage, bevor er absplittert oder abblättert. Gellack, der unter einer UV-Lampe ausgehärtet wird, hält in der Regel zwei bis vier Wochen, da er nach dem Aushärten wasserfest und deutlich widerstandsfähiger gegenüber mechanischen Einflüssen ist. Voraussetzung für lange Haltbarkeit ist eine saubere Vorbereitung des Nagels und das Versiegeln der Nagelkante.

Welche Nagelform ist am pflegeleichtesten?

Oval und Soft Square gelten als pflegeleichteste Formen für natürliche Nägel ohne Verlängerung. Beide Formen haben keine spitzen Ecken, die abbrechen könnten, und erfordern beim Nachfeilen nur minimalen Aufwand. Lange Formen wie Stiletto oder Coffin sind zwar optisch auffälliger, aber anfälliger für Brüche im Alltag und empfehlen sich vor allem für Gel- oder Acrylverlängerungen.

Kann ich Chromeffekte zu Hause selbst machen?

Ja, Chromeffekte lassen sich zu Hause umsetzen, wenn du eine UV-Lampe und einen Gellack als Basis verwendest. Nach dem Aushärten eines No-Wipe-Toplacks wird das Chrompulver mit einem weichen Applikator-Pad auf die Nageloberfläche gerieben, bis der Spiegeleffekt sichtbar ist. Danach wird ein weiterer Decklack aufgetragen und ausgehärtet, um das Pulver zu versiegeln. Ohne UV-Lampe und Gellack-Basis lässt sich der klassische Spiegelchrome-Effekt nur eingeschränkt erzielen.


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